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"Das Monopol ist nicht mehr gerechtfertigt"
Der Europäische Gerichtshof hat den seit 2008 geltende Glücksspiel-Staatsvertrag abgesetzt: "Das präventive Ziel des Monopols ist nicht mehr gerechtfertigt. Zudem verstößt diese nationale Regelung gegen die Grundfreiheiten der Union." Weitere Stimmen und Fakten zum Urteil. Spiegel online kommentiert: "Derzeit beschäftigen sich Dutzende deutsche Gerichte bis hin zum Bundesgerichtshof mit der Frage, wie für Lotterien geworben werden darf. Vier Gerichte hatten den EuGH gefragt, ob die deutsche Praxis mit europäischem Recht vereinbar sei. Das Urteil vom Mittwoch ist eine Vorabentscheidung. Nun liegt es an den deutschen Richtern, die Einzelfallentscheidungen zu treffen. Die Entscheidung ist nun ein klarer Auftrag an den Gesetzgeber, eine neue Regelung für den deutschen Glücksspielmarkt zu schaffen. Die Aktien des privaten Glücksspielanbieters Tipp24 stiegen am Mittwoch prompt um zeitweise 3,8 Prozent. Damit setzte sich Tipp24 an die Spitze des SDax."Die Financial Times Deutschland (ftd.de) sagt: "Die Bundesländer sind nun zu einer Neuregelung gezwungen. Vorbild könnte Frankreich sein: Nach ähnlichen Rechtsstreitigkeiten entschied sich die Regierung in Paris für eine kontrollierte Öffnung des Glücksspielmarktes. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier kündigte an, keine Staaten mehr wegen ihrer Lottomonopole vor dem EuGH zu verklagen - im Gegensatz zu seinem irischen Vorgänger Charlie McCreevy. Barnier will stattdessen bis Anfang 2011 Vorschläge für eine europaweit einheitliche Regulierung des Glücksspiels vorlegen." Der Hightech-Verband Bitkom begrüßt das Urteil: ?Gerade im Internet ist ein Verbot privater Anbieter nicht länger haltbar. Jetzt gibt es eine Chance, klare Regeln für einen freien Glücksspiel-Markt in Deutschland festzulegen ? inklusive der nötigen Bedingungen zur Gefahrenprävention. Auch viele deutsche Verwaltungsgerichte halten das staatliche Monopol in der Bundesrepublik für europarechtswidrig. In der digitalen Welt hat das Glücksspiel-Monopol ausgedient. Wir sollten uns nicht an verstaubte Gesetze aus der Vorkriegszeit klammern, sondern dafür sorgen, dass sich junge Internet-Firmen in Deutschland ansiedeln. Der Hightech-Verband fürchtet eine schädliche Signalwirkung für Start-ups im Internet. Wenn wir solchen Anbietern in Deutschland den Strom abdrehen, spielt die Musik eben im Ausland." (Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer) Eine Zusammenfassung des Urteils finden Sie hier.
UPDATE: EuGH kippt Glücksspiel-Monopol
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute in Luxemburg mit vier Urteilen über die Zulässigkeit des deutschen Sportwetten-Monopols entschieden. "Das deutsche Monopol für Glücksspiel und Sportwetten ist unzulässig und gilt ab sofort nicht mehr", so der Richterspruch. Das komplette Urteil lässt sich hier im Original nachlesen. Das Onlineportal stern.de meldet dazu: "Die höchsten EU-Richter stellten fest, grundsätzlich dürfe zwar ein EU-Land den freien Dienstleistungsverkehr und die Niederlassungsfreiheit beschränken, wenn damit beispielsweise die Spielsucht bekämpft werden solle. Deutsche Gerichte, bei denen derzeit verschiedene Klagen privater Anbieter gegen das Monopol anhängig sind, hätten aber "Grund zu der Schlussfolgerung, dass die deutsche Regelung die Glücksspiele nicht in kohärenter und systematischer Weise begrenzt". So betrieben die Inhaber der deutschen Monopole Werbekampagnen, um mehr Gewinn zu machen. Und für andere, noch gefährlichere Spiele, beispielsweise an Automaten, gelte das Monopol nicht. "Unter diesen Umständen lässt sich das präventive Ziel des Monopols nicht mehr wirksam verfolgen, so dass das Monopol nicht mehr gerechtfertigt werden kann", heißt es in einer Mitteilung des Gerichts. Die deutsche Regelung dürfe "nicht weiter angewandt werden". (Rechtssachen: C-316/07; C-358/07; C-359/07), C-360/07; C- 409/07; C-410/07; C-46/08.)" Quelle: stern.de
Branchengipfel in Frankfurt
Mit über 800 geladenen Gästen veranstaltete das Haus Gauselmann am 3. und 4. September den ?Branchengipfel? in Frankfurt. Offizieller Anlass des Mammut-Meetings im Congress Center der Frankfurter Messe war die Feier für ?33 Jahre Merkur?. Parallel dazu zeigte der Gauselmann Großhandel in einer großen Ausstellung das komplette Herbstprogramm der Gauselmann Gruppe. Damit fiel auch der Startschuss für die Herbstmessen in den Niederlassungen des Gauselmann Großhandels ? Motto: ?4.X gewinnt?. Zur Produktpräsentation gesellte sich ein zweitägiges Seminarprogramm, in dem vom Geldmanagement bis zur Ausbildung Produkt- und Branchenthemen im Halb-Stunden-Takt vermittelt wurden. Gesellschaftlicher Höhepunkt des Branchengipfels war ein Galaabend, bei dem Comedian Mike Krüger und der deutsche Rock?n Roller Sascha für Unterhaltung und Begeisterung sorgten. Eine ausführliche Berichterstattung zum Branchengipfel finden Sie in der nächsten Ausgabe Ihrer Fachzeitschrift games & business.
Mit Big Cash nach Rom
Die Big Cash GmbH veranstaltet in diesem Jahr erstmals eine zweite Branchenreise für seine Mitglieder. Vom 7. bis zum 10. Oktober tritt der Unternehmerverbund eine Kurzreise in die italienische Hauptstadt Rom an. Im Mittelpunkt der Messe- und Informationsreise steht die Enada, die 38. Internationale Fachmesse für Unterhaltung und Gaming. Hier bleibt genügend Zeit, sich über Neuheiten und Trends der Branche zu informieren und sich mit Kollegen auszutauschen, heißt es von Seiten des Marketingverbunds. ?Natürlich hat es sich Big Cash nicht nehmen lassen, ein spannendendes Rahmenprogramm für alle Teilnehmer zusammenzustellen.? Und auch für das kommende Jahr ist bereits eine interessante Reise angesetzt. In der Zeit vom 5. bis zum 15. April geht es für die Big Cash-Mitglieder zur Deal nach Dubai.
Termine stehen fest
Bally Wulff Entertainment veranstaltet seine Herbstmessen vom 14. bis zum 23. September in den Niederlassungen. ?Schwerpunkt der Herbstmessen ist selbstverständlich das neue Produktprogramm bei Multi-Games und Geldgewinn-Spielgeräten ? ausnahmslos nach TR 4?, heißt es aus Berlin. Darüber hinaus werde die gesamte Bandbreite des Portfolios von Online-Management über Spielstätten-Ausstattung bis hin zu Compactsport-Geräten zu sehen sein. Die Termine der Bally-Herbstmessen in der Übersicht: 14. 9. Berlin, Dortmund15. 9. Nürnberg, Offenbach, München16. 9. Nürnberg, Schkeudiz, München21. 9. Mannheim, Hannover22. 9. Hamburg, Ludwigsburg23. 9. Köln, Dresden Die Herbstmessen finden jeweils von 12 Uh bis 18 Uhr statt, mit Ausnahme von Köln (ab 16 Uhr) sowie München und Nürnberg (jeweils ab 10 Uhr). Weitere Informationen zu den Herbstmessen finden Sie im Kalender von games & business online.
Kürzere Öffnungszeiten drohen
Nach der Ankündigung, künftig die Ansiedlung neuer Spielstätten im Stadtgebiet unterbinden zu wollen (games & business online berichtete), gibt es in Frankfurt am Main wohl bald weitere Restriktionen gegen die Branche: Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ.net), will man jetzt die Öffnungszeiten von Spielstätten begrenzen. Dem vom Sicherheitsdezernenten Volker Stein (FDP) auf den Weg gebrachten Vorhaben stehe nun nichts mehr im Wege, heißt es dort. Eine notwendige Satzungsänderung sei rechtlich abgesichert, so Verlautbarungen aus dem Dezernat. Anders als ursprünglich gedacht, bedürfe es auch keiner Abstimmung der Stadtverordnetenversammlung, vielmehr reiche die Zustimmung des Magistrats. Schon in der nächsten Sitzung des Magistrats wolle Stein seine Pläne vorstellen, wonach Spielstätten noch vor Mitternacht schließen müssten.
Seifert für duales System
Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL), hat sich für ein Ende des stattlichen Sportwetten-Monopols ausgesprochen. Das berichtet das Handelsblatt in seiner Onlineausgabe unter Berufung auf die Bildzeitung. ?Wir plädieren bei der Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags für ein duales System mit einem staatlichen Lotto-Monopol und einem unter staatliche Kontrolle geöffneten Sportwetten-Markt.? Sollte man jedoch den Eindruck gewinnen, dass man sich bei den Monopol-Befürwortern ?statt einer konstruktiven Lösung nur Pfründe und Pöstchen sichern will, muss festgestellt werden: Sportwetten gibt es in Deutschland nur, weil es Sport gibt, auf den man wetten kann?, so Seifert wörtlich. ?Die Clubs des Ligaverbandes tragen das volle finanzielle Risiko, haben Kosten von zwei Milliarden Euro. Wir sind davon überzeugt, dass unsere erhebliche Leistung bei der Erstellung der Spielpläne ausreichen würde, um diese Spielpläne nach aktuellem Recht urheberrechtlich zu schützen."
Neox ist umgezogen
Neox Technologies ist umgezogen. Wie es in einem aktuellen Newsletter des Unternehmens heißt, wurde die Binger Niederlassung nach Mainz-Kastel verlegt. Die neue Adresse lautet: Neox TechnologiesAnna-Birle-Straße 9 (Gewerbegebiet Petersweg)55252 Mainz-KastelTel. 06134 5643810www.neox-gaming.com Für die Betreuung vor Ort ist Vertriebsrepräsentant Edgar Schmidt (Tel. 0160 98094699) und das Neox-Team zuständig.
100.000-Euro-Marke geknackt
In dieser Woche wurde die 100.000-Euro-Marke bei den Spendengeldern für den Branchen-Marathon in Köln geknackt. Diese freudige Nachricht erreichte uns aus Berlin vom Forum für Automatenunternehmer in Europa, das wie der Deutsche Automatenverband (DAV), das Event unterstützt. Exakt 100.350 Euro sind auf diese Weise bislang für Projekte zusammengekommen, die von der Freddy-Fischer-Stiftung betreut werden. Doch damit muss noch lange nicht Schluss sein: Noch bis zum 30. September kann auf eine der 26 Staffeln, darunter auch ein games & business-Team, beziehungsweise auf einen der sieben Einzelläufer ein ?Kilometergeld? gesetzt werden. Dann heißt es am 3. Oktober beim Köln Marathon nur noch Daumen drücken, dass der Favorit auch durchhält und im Ziel ankommt. Übrigens: In der September-Ausgabe von games & business gibt es viele nützliche Infos für Läufer und Zuschauer rund um die Anreise zum Branchen-Lauf.
Unterstützung von Gauselmann
In Abstimmung und Kooperation mit der AWI Automaten-Wirtschaftsverbände-Info GmbH in Berlin bietet die Gauselmann Gruppe, die maßgeblich an der Einführung der beiden branchenspezifischen Berufe ?Fachkraft für Automatenservice? und ?Automatenfachmann/-fachfrau? beteiligt war, interessierten Berufsschulen so genannte Ausstattungspakete für einen praxisorientierten Unterricht an. Das berichten die Spielemacher auf ihrer Homepage. Dort heißt es wörtlich: ?'Die Idee, die sich dahinter verbirgt', versichert Bernd Bretterbauer, Ausbildungsbeauftragter der Branche, 'hat jedoch nichts mit Productplacement oder sonstigen Werbeaktionen zu tun. Es geht einzig und allein darum, dem künftigen Fachkräftenachwuchs die besten Voraussetzungen für eine Qualitätsausbildung zu bieten.' Mit Hilfe von Originalgeräten, wie sie auch in Spielstätten und in der Gastronomie zu finden sind, sowie weiterem modernen Technik-Equipment können im Berufsschulunterricht künftig Problemstellungen realitätsnah von den Schülern bearbeitet werden. Zum Ausstattungsangebot der Gauselmann Gruppe gehören das Merkur Casino-Gehäuse mit dem Spielepaket Magie Elite Star, ein klassisches Geldgewinn-Spielgerät, das Auslese- und Prüfgerät MAS3tech, ein Waage-Hopper, eine PC-Vernetzung 'Gastro' für bis zu drei Geräte sowie die Software für das Merkur office.center inklusive eines Druckers mit Zubehör. In Einheit mit diesem Schulungsmaterial bietet die Gauselmann Gruppe den in den branchenspezifischen Ausbildungsberufen unterrichtenden Lehrern eine kostenlose Weiterbildung am Unternehmensstandort Lübbecke an. Zu den Seminarthemen gehören unter anderem die gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Automatenwirtschaft, die Spieleverordnungen 3.3/4.1, eine Einführung in die komplexe Technik heutiger Geldgewinn-Spielgeräte und einzelner Baugruppen sowie Erläuterungen zum Merkur Dispenser 100. Ebenfalls auf der Agenda stehen die Themen Vernetzung, Manipulationsschutz, Geldmanagement, Fehleranzeige, Testgeräte, Testfunktionen und Datenauslesung. Die Besichtigung des Produktionswerkes der adp Gauselmann GmbH sowie der Besuch des Deutschen Automatenmuseums in der Espelkamper Firmenzentrale der Gauselmann Gruppe runden das mehrtägige Weiterbildungsprogramm für die Berufsschullehrer ab. AWI-Ausbildungsbeauftragter Bernd Bretterbauer begleitete Ende August insgesamt 13 Teilnehmer aus Duisburg, Bingen a.R., Offenbach, Dachau und Lübbecke, die sich trotz der Sommerferien die Zeit nahmen, die angebotene Weiterbildung eines der führenden Unternehmen der Automatenwirtschaft wahrzunehmen. Seitens der Gauselmann Gruppe wurde das Seminar von Fachreferenten des adp Merkur Service organisiert und durchgeführt.? Quelle: www.gauselmann.de


